, Monica Wicki

Zunfttag in Solothurn

Am Samstag, 20. September 2025, reisten wir nach Solothurn, wo uns ein reichhaltiges Programm erwartete

 

Am 20. September machten sich 36 Mitglieder der Brauerzunft bei herrlichem Sonnenschein vom Basler Busbahnhof auf in die Barockstadt Solothurn. Die Vorfreude war gross – Geschichte, malerische Gassen und natürlich die Bierkultur warteten auf uns.

Besuch ehemalige Cellulkosefabrik Attisholz

Erster Halt war das Attisholz-Areal in Riedholz. Über 130 Jahre lang wurde hier Zellulose produziert, heute hat sich das Gelände zu einem der spannendsten Entwicklungsprojekte der Schweiz gewandelt. Künstler, Start-ups und Gastronomiebetriebe beleben die alten Fabrikhallen, während farbenfrohe Street-Art den Mauern neues Leben einhaucht. Besonders die ehemalige Kläranlage mit ihren eindrücklichen Graffiti bleibt in Erinnerung. Ein inspirierendes, kreatives Quartier ist entstanden, welches Alt und Neu auf spannende Art und Weise verbindet. Die Nähe zur Natur, insbesondere zur Aare, macht das Gebiet zusätzlich für Spaziergänger und Sportbegeisterte attraktiv.

Verenaschlucht und Einsiedelei

Nach der sachkundigen Führung durch das Areal gab es eine wohlverdiente Kaffeepause im Restaurant 1881. Einige gönnten sich ein erstes Bier. Weiter ging es zur Verenaschlucht. Eine kurze, idyllische, sanft ansteigende Wanderung führte uns durch den Wald zur Einsiedelei St. Verena, einem Ort voller Ruhe und Mystik. Die Legende erzählt von der heiligen Verena, die hier im 4. Jahrhundert als Einsiedlerin lebte. Die Ermitage St. Verena gilt als einer der spirituellsten Orte der Schweiz zieht seit dem Mittelalter Pilger und Ruhesuchende an. Heute bewahrt ein Einsiedler die Tradition der Zurückgezogenheit und Besinnung. Dank der Erklärungen unseres Zunftbruders Kurt konnten wir diesen besonderen Platz mit all seiner Geschichte noch intensiver erleben.

Anschliessend durften wir im Schatten des traditionsreichen Restaurant Kreuzen ein feines Mittagessen geniessen. Es ist idyllisch gelegen und wird besonders für seine regionale und saisonale Küche mit frischen Zutaten aus der Region geschätzt. Begleitet wurde das Essen von einem Glas Wein oder dem aromatischen Weissensteinbier, gebraut mit Kräutern aus der Region – ein echtes Highlight. Die Kombination aus historischem Ambiente und Gastfreundschaft hat das Mittagessen abgerundete.


Führung durch Solothurn

Am Nachmittag folgte eine Führung durch die Solothurner Altstadt. Zwischen barocken Fassaden, der St. Ursen-Kathedrale und dem Zeitglockenturm erfuhren wir spannende Anekdoten über Solothurn und die „magische Zahl 11“, die sich überall in der Stadt wiederfindet – von Kirchen über Türme bis hin zu den Zünften.

Brauerei Öufi

Der krönende Abschluss unseres Ausflugs führte uns zur bekannten Brauerei Öufi – ein echtes Solothurner Original, das seinen Namen von der stadtprägenden Zahl 11 trägt. Die Brauerei öffnete am 11.11.2000 erstmals ihre Bierhähne und ist seither ein unverzichtbarer Bestandteil der lokalen Bierlandschaft. Gründer Alex Künzle führte uns persönlich durch die Brauerei und erzählte mit Begeisterung von der Philosophie hinter seinen Bieren. Danach konnten wir bei einem Apéroplättli die verschiedenen Biersorten geniessen. Die Vielfalt, vom klassischen Lager über das würzige Weizen bis hin zu kreativen, saisonalen Spezialitäten, begeisterte nicht nur die Kenner unter uns.

Gegen 17 Uhr hiess es, aufzubrechen. Die gesellige Atmosphäre und das frische Bier machten den Abschied schwer. Unser Bus brachte uns – erfüllt von vielen Eindrücken und dem einen oder anderen Flaschenbier im Gepäck – sicher zurück nach Basel.

Der Zunftausflug nach Solothurn war ein abwechslungsreicher und inspirierender Tag. Von der eindrücklichen Industriegeschichte über die naturnahe Kurzwanderung und den kulinarischen Genüssen bis hin zum geselligen Abschluss in der Brauerei – es war ein perfekter Tag, geprägt von guter Laune und neuen Eindrücken.